Von den ersten internationalen Wettbewerben bis zur FIQ

Image result for Olympischer Sport BowlingAufzeichnungen belegen, dass ein internationaler Wettbewerb in Deutschland bereits im Jahr 1891 in Hannover stattfand. Ein Bowling-Organisator und Promoter in New York City war von der Idee eines internationalen Wettbewerbs überzeugt. Im Jahr 1900 sponserte er eine Veranstaltung in Union Hill, New Jersey, doch die Verwendung des Begriffs „international“ war nur durch das Auftreten einiger Teams aus Kanada gerechtfertigt. In den deutschen Städten Solingen (1904), Dresden (1908) und Berlin (1914) fanden Kegel-Wettbewerbe statt – überwiegend mit neun Kegeln. Es nahmen hauptsächlich deutsche Kegler an der Veranstaltung teil.

Im Jahr 1923 tourte eine Gruppe amerikanischer Bowler durch Schweden. Die Gastgeber besiegten die Gäste aus den Vereinigten Staaten problemlos. Das Ergebnis war beim Rückspiel im Jahr 1926 ähnlich. Zur gleichen Zeit schlossen sich Teams aus Deutschland, Dänemark, Finnland, Norwegen, den Niederlanden und Schweden mit den Amerikanern zur Gründung der „International Bowling Association“ zusammen. Wiederum in Schweden hielt die IBA 1929 das dritte Internationale Turnier ab, gefolgt von einem vierten internationalen Wettkampf, der 1934 in New York City stattfand. Deutschland war im Jahr 1936 Gastgeber des fünften internationalen Treffens. Es fand kurz vor den Olympischen Spielen in Berlin statt, hatte jedoch keine Verbindung zu diesen. Es war das letzte internationale Treffen von Bedeutung, bis die „Fédération Internationale des Quilleurs“ (FIQ) 1952 gegründet wurde, um den internationalen Amateurwettbewerb zu koordinieren. Der Verband hat seinen Hauptsitz in Helsinki und vereint heute die WTBA und die „World Ninepin Bowling Association“. Die FIQ hat weltweit 136 Mitgliedsverbände.

Das erste Weltturnier der FIQ fand 1954 in Helsinki statt. Ab 1967 wurden alle vier Jahre Meisterschaften ausgetragen. Der Wettbewerb findet in drei Zonen statt: Amerika, Europa und Asien. Die Organisation besteht aus vier Abteilungen, von denen der Hauptteil dem Tenpin-Bowling gewidmet ist. Die anderen drei sind die Spiele auf Schere-, Bohle- und Asphaltbahnen. FIQ-Wettbewerbe sind für Amateure vorgesehen, bei denen jeweils Gold-, Silber- und Bronzemedaillen verliehen werden.