Die ersten Wettbewerbe

Der „American Bowling Congress” (ABC) in New York City wurde am 9. September 1895 gegründet. Daraufhin wurden Regeln und Ausrüstungsstandards entwickelt. Die Popularität von Bowling wuchs und nachdem es reglementiert wurde, hat sich das Spiel seither im Wesentlichen kaum verändert. Eine technische Entwicklung, die dem Sport insgesamt zuträglich war, war die Einführung der Hartgummikugel im Jahr 1904. Vorher verwendete Kugeln waren aus Pockholz (lignum vitae) hergestellt, einem tropischen Holz, das zwar haltbar war, aber oft abblätterte oder auf andere Weise seine Form verlor. Der nächste große Fortschritt war die Einführung der automatischen Kegelführung auf Bowlingbahnen in den frühen 1950er Jahren. Später wurden Kugeln aus Polyester und Urethan entwickelt, die in einigen Fällen die Hartgummibälle ersetzten.

Image result for Women's International Bowling CongressEntwicklung eines Massensports

Im Jahr 1901 richtete der American Bowling Congress sein erstes nationales Turnier aus. Der „Women’s International Bowling Congress“ (WIBC) wurde 1916 etabliert und führte ab 1917 jährlich nationale Meisterschaften durch. ABC und WIBC sind seither autonome Organisationen, die als die weltweit größte Männer- beziehungsweise Frauensportvereinigung anerkannt sind. Die Sportvereinigungen führen zusammen Ausrüstungstests und Forschungsprojekte durch. Eine weitere gemeinsame Funktion ist die Akkreditierung zu den gemischten Ligen, die in den späten 1980er Jahren mehr als 70 Prozent aller Mitglieder ausmachte (etwa 7.000.000). Eine dritte Organisation, die Young American Bowling Alliance (YABA), wurde 1982 gegründet. Diese verwaltet die Liga- und Turnierplanung jugendlicher Bowlingspieler. 2005 schlossen sich ABC, WIBC, YABA und USA Bowling zum „United States Bowling Congress“ (USBC) zusammen.

Zum Ende des 20. Jahrhundert wurde geschätzt, dass mehr als 60.000.000 Menschen mindestens ein- oder zweimal pro Jahr in den Vereinigten Staaten Bowling spielten. Die meisten Ligen für Männer und Frauen bestehen aus acht bis zwölf Teams – einige haben, abhängig von der Anzahl der Bahnen im Bowlingcenter, sogar 40 oder mehr Teams. Die Preisgelder bestehen aus den Startgeldern der Teilnehmer und werden an die verschiedenen Teams und Einzelpersonen auf Erfolgsbasis verteilt.